Die Ebene von Bagan


Die Ebene von Bagan

Einst herrschten in der Ebene von Bagan die burmesischen Könige. Die Region bildete im heutigen Burma für etwa 430 Jahre das erste vereinte Königreich.

Ihre damalige Blütezeit erreichte das Gebiet Bagan mit der Thronbesteigung König Anawrahtas und seines Sohnes Kyanzittha von 1.084 bis 1.113. Die Expansion des Herrschaftsgebietes brachte letztlich auch den Buddhismus nach Bagan. Mit einer Fläche von 40 Quadratkilometern war Bagan damals etwa 15 Mal größer als die mittelalterliche Stadt London. Durch die Rolle des Königs wurde das Königreich als Verteidigsbastion des Buddhismus legitimiert. Nahezu 6.000 Pagoden ließen die frommen Herrscher während der rund 250 Jahre andauernden Friedenszeit erbauen, von denen etwa ein Drittel erhalten sind und Bagan im Laufe der Jahre berühmt gemacht haben.

Luftaufnahme von Bagan, Myanmar Rundreise

Mit seinen ungefähr 2.000 Tempeln und Pagoden bildet die Ebene von Bagan das archäologische Zentrum der Region. Die historischen Bauten erstrecken sich über 42 Quadratkilometer und stammen größtenteils aus der Zeit des 11. bis 13. Jahrhunderts. Dem Besucher bietet sich ein unvergleichliches, nahezu mystisches Bild über Bagan, was vor allem bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang gilt. Die Stadt selbst befindet sich etwa 200 km von Mandalay entfernt und liegt am östlichen Ufer des Flusses Ayeyarwady. Gerade aufgrund seiner bewegten Geschichte geprägt durch weitreichende Bauaktivitäten, weist die Ebene von Bagan eine erstaunliche Vielzahl an Sehenswürdigkeiten auf. Hier ließ König Anawrahta seinen eigenen Palast wie auch den Tempel Mahabodhi erbauen. Dem im 9. Jahrhundert herrschenden König Pyin Pyar Min ist das relativ gut erhaltene Tharabar Tor zu verdanken. Mit elf weiteren Toren gehörte dieser zu seiner einstigen Festung, welche das Königreich vor Angriffen schützen sollte. Das Tharabar Tor galt als das Haupttor und befand sich am Ostflügel des Palastes.

Mit dem Ananda Tempel weist die Ebene von Bagan ein weiteres kulturelles Highlight auf. Er wurde im Jahre 1.090 fertiggestellt und gilt als Meisterwerk des Tempelbaus. Sein Grundriss zeigt in vier verschiedene Richtungen und spiegelt ein griechisches Kreuz wieder. Von der Geburt bis hin zur Erleuchtung Buddhas werden sämtliche seiner Lebensabschnitte anhand achtzig verschiedene Reliefs dargestellt. Ananda bedeutet soviel wie Glück und war eine Person, welche in direkter Verwandtschaft zu Buddha stand. Als sein Cousin gilt er noch bis heute als Bewahrer des buddhistischen Glaubens. In diesem Zusammenhang wird oft von der Erhaltung des Dharma gesprochen, das Ausdruck von Religion und Moral ist und als Synonym für Sitte, Gesetz und Recht gilt. Als Hauptattraktion gilt auch der Sulamani-Tempel, welcher 1.183 unter König Narapatisithu erstellt wurde. Stilistisch ähnelt das Baudenkmal dem älteren Thatbinnyu-Tempel. Ferner diente der Sulamani-Tempel als Vorbild für den Anfang 1.200 unter König Nandaungama vollendeten 46 Meter hohen Tempel Htilominlo. Absolut sehenswert ist zudem der Dhammayangyi-Tempel, den König Narathu ungefähr um 1.170 als Sühne für die Ermordung seines Vaters bauen ließ.

Ballonflug über Bagan, Myanmar Rundreise
Ananda Tempel, Bagan, Myanmar Reise

Neben der Vielzahl architektonisch interessanter Baudenkmäler zählt die Ebene von Bagan vor allem auch aufgrund seiner hochwertigen Wandgemälden zu den größten archäologischen Stätten Südostasiens. Dem in der Ebene von Bagan vorherrschenden außerordentlich trockenem Klima ist es zu verdanken, dass die Malereien zum Teil hervorragend erhalten sind und zu den ältesten Südostasiens zählen. Bereits im Jahre 1988 wurde mit der Restaurierung vieler Werke begonnen. Eine vorher geplante Rekonstruktion musste anlässlich eines schweren Erdbebens im Jahre 1975 verworfen werden. Weil damals das Epizentrum in der Ebene von Bagan lag, wurden einige Malereien, Statuen und Tempelanlagen beschädigt und teils gar zerstört.
 

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