Handwerk in Myanmar


Handwerk in Myanmar

Ob Gold, Lack, Baumwolle oder Zigarren: Das Handwerk In Myanmar ist vielfältig, von hoher Qualität – und bietet einzigartige Mitbringsel.

Prunkvolle Heiligtümer

Die Heiligtümer in Yangon und Mandalay scheinen in Gold getaucht. Das ist aber nur zum Teil richtig, denn die Bauwerke werden von Blattgold ummantelt, einer dünnen Folie mit Goldanteil. Die Herstellung von Blattgold erfordert viel Geschick und noch  mehr Kraft. Zunächst schmelzen die Goldschläger das Gold, walzen es zu einem dünnen Band und schneiden daraus Quadrate. Die werden mit Pergamentpapier in eine Presse gegeben und mit immer schwereren Hämmern so lang bearbeitet, bis sie nur noch einen neun- bis zehntausendstel Millimeter dünn und einsatzbereit sind. In Myanmar zeugen die so veredelten Pagoden von der hohen Bedeutung des Buddhismus für die Burmesen. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel ist die Shwedagon-Pagode in Yangon. Sie ist über und über mit Edelsteinen verziert und wird von Blattgold umhüllt. Täglich spenden Gläubige Burmesen hauchdünne Goldblättchen, mit denen die Kuppel alle fünf Jahre neu vergoldet wird. Nicht minder beeindruckend ist der Goldene Felsen, der – namensgemäß – vollkommen in Blattgold gehüllt ist. Dieses bedeutende Wahrzeichen des Landes soll – so will es die Legende – auf nur einer Haarsträhne Buddhas balancieren. Auch für dieses Heiligtum spenden die Burmesen Blattgold. Ebenso eifrig wird das Buddha-Abbild in der Mahamuni-Pagode in Mandalay mit Blattgold eingekleidet. Dadurch wirkt die Statue allerdings bereits recht unförmig.

Shwedagon Pagode, Sonnenschein, Myanmar Rundreise

Zigarren und Webkunst am Inle-See

In Myanmar gehören Menschen mit dicken Zigarren zwischen den Lippen zum Landesbild dazu, vor allem bei den Frauen sind sie beliebt. Wer wissen möchte, wie diese würzig-aromatischen Produkte per Hand hergestellt werden, kann eine Cheroot-Fabrik am Inle-See besuchen, in der die landestypischen Erzeugnisse per Hand gedreht werden. Der Tabak dieser zylinderförmigen Zigarren besteht aus Blättern von Cheroot–Bäumen und weiteren Zutaten, die sich von Fabrik zu Fabrik unterscheiden.

Zigarrendrehen, Myanmar Rundreise

Viele Völker in Myanmar verstehen sich exzellent auf die Webkunst. Am Inle-See kann man die hier lebenden Intha bei ihrer Handarbeit beobachten und bewundern. Sie sind im ganzen Land für ihre kunstvoll gefertigten Weberzeugnisse bekannt. Zudem kommen vom See Gewänder, die aus den Fasern von Lotusblumen gefertigt werden. Blusen und Schals, die aus Fäden entstehen, erinnern an Leinen, sind aber dünner und leichter. Ein anderes Volk, das die Kunst perfekt beherrscht, sind die Karen. Inmitten von grünen Wäldern und umgeben von teils bizarren Felsformationen liegt der Karen-Staat im Südosten Myanmars. Nicht nur die Landschaft ist einen Besuch wert – die Karen-Frauen sind geschickte Weberinnen. Mit viel Fantasie stellen sie die bunten Gewänder her. Traditionell weiß jede Frau dabei um alle Schritte, die zur Herstellung notwendig sind: Baumwollfasern vom Samen trennen, die Baumwolle spinnen und schließlich weben. Augen, Hände und Füße müssen dabei perfekt koordiniert werden.

Webkunst, Myanmar Rundreise

Lackkunst in Myinkaba

Handwerk in Myanmar hat allgemein eine lange Tradition. Seit vielen hundert Jahren etwa werden in Myanmar Gegenstände aus Lack hergestellt. Die Kunst kam aus China ins Land. Gut Ding will Weile haben: Der Gegenstand aus Holz oder Bambus wird mit einer Paste aus dem Saft des Lackbaums bestrichen und nach dem Trocknen poliert Diese Schritte werden so lange wiederholt, bis eine ebenmäßige glänzende Schicht entsteht. Veredelt werden die Lackarbeiten mit Blattgold oder durch das Einritzen von Mustern. Myinkaba bei Bagan ist ein Handwerksdorf, das bekannt ist für seine traditionellen Holz- und Lackwaren im Stil der Mon. Die Mon sind die ältesten bekannten Bewohner im Süden des Landes. Die Waren umweht ein Hauch des Besonderen: Das Geheimnis ihrer Herstellung wurde über Generationen weitergegeben. Die Handwerkskünstler kamen einst im 11. Jahrhundert mit König Manuha in die Gegend, dem letzten König des Thaton-Königreiches.

Lackiertes Porzellan, Myanmar Rundreise

Bunte Märkte

Ideal, um allerlei Handwerkskunst zu erstehen – und das Feilschen zu üben –, ist ein Besuch auf Myanmars bunten Märkten. Für Liebhaber des Kunsthandwerks ist der Bogyoke-Markt in Yangon eine gute Adresse, wo man in über 2000 Läden die wohl größte Auswahl an burmesischer Handwerkskunst überhaupt findet. Ein Souvenir für alle Daheimgebliebenen ist hier schnell gefunden. Etwas außerhalb des Zentrums, am Stadtrand werden traditionelle Metallarbeiten feilgeboten, die als Verzierungen an den Pagoden dienen. Schöne Töpfer- und Silberwaren wiederum kann man in Mandalay  erstehen.

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