Unsere Expertin Verena unterwegs in Myanmar

 

Unserer Asienspezialistin Verena Haase über ihre Reise nach Myanmar

Wie die meisten Myanmar-Reisenden begann ich meine Reise in Yangon. Die Stadt war bis 2005 die Hauptstadt Myanmars bevor diese schließlich in die Planstadt Naypyidaw verlegt wurde. Einerseits ist Yangon eine alte Stadt mit einer Vielzahl schön erhaltener Kolonialbauten aus der britischen Kolonialherrschaft, großen grünen Parks mit Seen und goldenen Pagoden, anderseits spürt man die Öffnung des Landes an jeder Ecke. Yangon hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt, überall wird gebaut. Hotels, Shoppingmalls und Vergnügungsparks entstehen. Dennoch ist Yangon in keiner Weise mit anderen Städten Südostasiens vergleichbar und versprüht seinen ganz eigenen Charme.

Eine Zeitreise in die goldenen 1920er

Das erste Hotel auf meiner Reise war das Belmond Governor‘s Residence, welches jeden Gast direkt in die Kolonialzeit zurückversetzt. So handelt es sich bei diesem Hotel um ein altbritisches Regierungsgebäude aus den 1920er Jahren. Das Belmond Governor’s Residence befindet sich im Botschaftsviertel und wirkt wie eine Oase der Ruhe im mittlerweile vom Verkehr doch sehr geplagten Yangon.
Als Willkommensgeschenk erwartete mich auf meinem Zimmer ein Longyi, die traditionelle Kleidung der Burmesinnen und Burmesen, den ich dann am Abend auch direkt tragen wollte. Das Anlegen des Longyi bedarf etwas Übung - mit Hilfe der netten Rezeptionistinnen  war dies jedoch schnell gelernt.

Sonnenuntergang an der Shwedagon Pagode

Am Abend stand direkt eines der Highlights jeder Myanmar-Reise auf meinem Programm: ein Besuch der Shwedagon Pagode. Besonders schön ist die Atmosphäre zu Sonnenuntergang wenn viele Gläubige zur prachtvollen, goldenen Pagode pilgern.

Unterwegs in Yangon

Am nächsten Tag erwartete mich eine Stadtbesichtigung mit einem ganz besonderen Gefährt. Mit dem „Elephant Coach“, einem mit viel Liebe zum Detail restaurierten Oldtimer-Bus, wurde ich durch die Straßen manövriert und besuchte die Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt.

Am Nachmittag unternahm ich eine Fahrt mit der berühmten Ringbahn durch die Vororte Yangons. Besonders spannend war jedoch nicht unbedingt, dass, was ich beim Blick aus dem Fenster sah, sondern vor allem, was sich im Zug selbst abgespielt hat. Der Zug hält immer wieder in Marktorten und im Wagon brechen dann jedes Mal tumultartige Szenen aus. Während der kurzen Stopps werfen Verkäufer ihre riesigen Säcke mit Verkaufswaren durch die Fenster in den Zug.

Eine Bootsfahrt auf dem Inle-See

Die nächste Station meiner Reise war der wunderschöne Inle See. Um die berühmten Einbein-Ruderer am besten zu sehen, unternahm ich natürlich eine ausführliche Bootsfahrt über den See. Nur wenige Minuten nach Beginn unserer Fahrt bot sich mir bereits das erste Mal dieses besondere Spektakel: die Ruderer stehen mit geradezu artistischem Geschick mit einem Bein am Rand ihres Holzbootes. Mit dem anderen Bein umfassen und bewegen sie das Ruder und haben so eine freie Hand, um beispielsweise ihre Fischernetze auszuwerfen. Einmalige Fotomotive sind hier garantiert!

Am Inle-See kam ich in den Genuss ein wunderschönes, neues Hotel zu besuchen: das Luxushotel Sofitel Inle Lake Myat Min liegt am Ostufer und zählt zu den besten Hotels am Inle See. Es liegt sehr idyllisch in einem acht Hektar großen Hotelareal, umgeben von sattgrünen Reisefeldern, dem glitzernden See und den sanften Hügeln im Hintergrund. In diesem exklusiven Hotel erleben Sie einen authentischen Myanmar-Stil mit modernster Technik.

Flusskreuzfahrt auf dem Irrawaddy

Nun jedoch stand der Höhepunkt meiner Myanmar-Reise auf dem Programm: ich flog nach Bagan und begab mich an Bord der Sanctuary Ananda. Dort wartete eine 4-tägige Flusskreuzfahrt auf dem Irrawaddy bis nach Mandalay auf mich. Seit November 2014 ist die elegante Sanctuary Ananda in Myanmar unterwegs und verwöhnt ihre Gäste auf vier Decks mit 21 Suiten. Doch bevor das Schiff am nächsten Tag ablegte, besichtigte ich natürlich erst einmal Bagan - die Stadt mit den unzähligen Pagoden.

Das wunderschöne Bagan

Absolut sehenswert ist hier der aufwendig renovierte Ananda Tempel sowie die Shwezigon Pagode, die ein wenig wie „die kleine Schwester“ der Shwedagon Pagode wirkt.  Der Ananda Tempel ist übrigens Namensgeber für die Sanctuary Ananda, was im Sanskrit „extreme Glückseligkeit“ bedeutet – ein wie ich finde ziemlich passender Name. 

Glückseligkeit empfand ich in jedem Fall an diesem Abend: zunächst bei Sonnenuntergang auf dem Pagodenfeld und im Anschluss zum Abendessen bei einem köstlichen Barbecue-Dinner, welches von der  Sanctuary Ananda auf einer Sandbank inmitten des Irrawaddys arrangiert wurde.

Besuch einer Mönchsschule in Sagaing

Die Zeit an Bord der Sanctuary Ananda verging wie im Fluge: vom Marktbesuch, einem Kochkurs an Bord, einem spannenden Vortrag des Cruise Managers über Myanmar, dem Relaxen am Sonnendeck war alles dabei. Gegen Nachmittag des letzten Cruise-Tages erreichte die Sanctuary Ananda schließlich Sagaing, ein Vorort Mandalays. Sagaing gilt als das spirituelle Zentrum Myanmars. Ich stattete einer Mönchschule einen Besuch ab und besichtigte den Sagaing Hill auf dem sich eine unglaubliche Anzahl an Pagoden und Tempeln befindet. Traumhaft ist jedoch vor allem der Ausblick von dort oben!

Die längste Teakholzbrücke der Welt in Amarapura

Als Nächstes stand Amarapura, ein weiterer Vorort Mandalays, auf dem Programm. Hier befindet sich die U- Bein-Brücke, die mit 1200 Metern die längste Teakholzbrücke der Welt ist. Es ist ein ganz besonderes Erlebnis zu Fuß über diese zu gehen. Noch schöner ist es jedoch, diese von einem kleinen Ruderboot aus zu Sonnenuntergang aus einem etwas anderen Blickwinkel zu sehen. Nach einer weiteren Nacht auf der Sanctuary Ananda hieß es leider Abschied nehmen von meinem „schwimmenden Hotel“. Doch es warteten noch zwei spannende Tage in Mandalay auf mich.

Eisenbahnmarkt in Mandalay

Am nächsten Morgen stand ich früh auf, denn ich wollte etwas ganz Besonderes erleben. Viele Thailand-Urlauber kennen sicherlich den berühmten Eisenbahnmarkt nahe Bangkok. Auch Mandalay hat eine solche Attraktion, jedoch verirren sich im Gegensatz zur thailändischen Version nur wenige Touristen dorthin. Zunächst schien es so, dass ich mich auf einem typischen, lokalen Markt befinde. Dann jedoch kündigte sich ein Zug laut hupend an. Die Verkäufer müssen dann in Windeseile ihre Auslagen einpacken, da das Bahngleis mitten durch das Marktgelände führt. Zwei Minuten später ist das Spektakel auch schon wieder vorbei und die Verkäufer gehen wieder dem Markttreiben nach als wäre nichts geschehen. Den Sonnenuntergang genieße ich auf dem Mandalay Hill und lasse die Zeit in Myanmar an meinem letzten Abend nochmals Revue passieren.

Nach zehn beeindruckenden Tagen in Myanmar heißt es leider Abschied nehmen. Ich habe ein wunderschönes Land kennengelernt und bin von der Herzlichkeit der Burmesen ganz verzaubert, sodass ich sicherlich nicht das letzte Mal nach Myanmar gereist bin!

Sie sind inspiriert von Verenas Myanmar Reise und möchten dieses wunderschöne Land nun selbst erleben? Kontaktieren Sie unsere Reise-Experten, sie freuen sich auf Ihre Anfrage!

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