Die Shwedagon Pagode


Die Shwedagon Pagode

Die Besonderheit der Shwedagon Pagode ist ihrer unermesslichen Bedeutung für jeden Buddhisten auf der Welt aber auch in ihrer unverwechselbaren Geschichte zu finden. In Myanmar ist sie der religiöse Mittelpunkt für die hier lebenden Buddhisten.

Sie ist demzufolge das Wahrzeichen des Landes. Auf einem der letzten Ausläufer des Pegu-Joma Gebirges überragt die Shwedagon Pagode auf ihrem reichlich verzierten Hügel die ehemalige Hauptstadt Rangun und kann bereits aus der Ferne in ihrem goldenen Glanz gesehen werden.

Ein ehemals unscheinbarer Bau entwickelt sich zur Pilgerstätte aller Buddhisten

Was hat es auf sich? Diese riesige Pagode, über und über gekleidet in Gold von unschätzbaren Reichtum. Der Mythos berichtet, dass mit dem Bau der Shwedagon Pagode bereits 486 vor Christus begonnen wurde. Demnach erhielten die Brüder Bhallika und Taphussa acht einzelne Kopfhaare des Buddhas Gautama. Daraufhin zogen die beiden Händler, die aus Ramanya stammten, in das damalige Burma und baten den Knig Okkalapa um die Erlaubnis für die Errichtung einer Pagode, in der die acht Haare des verehrten Buddhas in einem Kästchen aus Gold im Fundament der Stupa eingemauert werden sollten. So entstand der erste Bau in einer Höhe von nur zehn Metern.

Shwedagon Paya, Myanmar Rundreise
Shwedagon Pagode bei Nacht, Myanmar Rundreise

Die Tradition des Landes gebot, dass die Herrscher einen Teil ihres Reichtums für den Bau oder die Erweiterungen der religiösen Gebäude abgaben. Im Laufe der Zeit spendete jeder König Burmas Geld für die Erweiterung der Shwedagon Pagode, in der sich die heiligen acht Haare Buddhas befanden.

Glaubt man den Berichten von Archäologen, zerfiel die Stupa nach dem 10. Jahrhundert. Erst ab dem 14. Jahrhundert sprechen glaubwürdige Dokumente davon, dass der König des Volkes Mon, Binnya U von Bago 1372 einen Neubau der Stupa veranlasste und sie um acht Meter vergrößerte. Nun hatte die Shwedagon Pagode eine Höhe von 18 Metern. 500 Jahre später wurde sie abermals um weitere 72 Meter vom König Binyagyan erhöht und stand mit einer stattlichen Höhe von 90 Metern über den Dächern der Stadt.

Als das Gold die bedeutendste Pagode der Welt erreichte

Erst mit der Königin Shinsawbu, die zwischen 1453 und 1472 das Land regierte, wurde die Shwedagon Pagode mit ihrer heutigen Erscheinung geschaffen. Sie war es, die die Stupa mit reinem Gold verzierte, und spendete Gold in der Höhe ihres Körpergewichts. Die letztmalige Erhöhung erhielt die Stupa durch den König Hsinbyushin im Jahr 1774. Seither wird bei jeder Erweiterung die Shwedagon Pagode mit Edelsteinen und Gold verziert. In der Hauptstupa sind mehr als 13.000 Goldplatten verarbeitet, die zusammen das sagenhafte Gewicht von 60 Tonnen ausmachen.

Shwedagon Pagode, Myanmar Rundreise

Die ungewöhnliche Form der Shwedagon Pagode spiegelt in ihrer Bauform die Philosophie des Buddhismus wieder. So gibt es vier Eingänge, jeder einzelne von ihnen weist in eine Himmelsrichtung. Von hier aus erreichen die Pilger die zahlreichen Tempel, Schreine und Gebetshallen. An jedem Tag des Jahres erreichen Pilger aus der ganzen Welt die Shwedagon Pagode. Sie erholen sich von der langen Reise in den Ruheräumen, beten und meditieren in den Gebetsräumen. Im Hauptteil der Shwedagon Pagode befindet sich ein steiler Weg, der im Kern den Kreislauf der Wiedergeburten Buddhas symbolisiert. Die Lehre Buddhas wird mit jedem Schritt in die Stupa Buddhisten in höchstem Maß verinnerlicht. Die Atmosphäre im Inneren der Pagode ist für Europäer außergewöhnlich friedvoll und beeindruckend. Die andächtige Stille führt bei vielen Gästen zu einem ganz persönlichen Moment, und bei manch einem vielleicht auch zu einem stillen Gebet.
 

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